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LYRIK GEIER SIND PÜNKTLICHE TIERE.
  Gedichte. 1987. edition suhrkamp 1429.
 

Kältestrom 2 (Aschenjuchhe)

Er hat sich in den Sommer reingesetzt
So ist es leer geworden in den Helligkeiten
Beim Wörterschlucken hat er sich den Schlund verletzt
Nach Nordnordsüd blasen die neuen Schnelligkeiten

Der alten Denkspur folgend schlagen ihm die Herzen
Die dauernd Seelen pumpen in sein Wortgehäus zurück
Zieht er die Wortspur, gehen seine Sinne mit.
So bricht er Neuigkeiten aus den alten Eisenerzen

Aus allen Ecken dieses eingeseßnen Heutelandes
Stürmen die aufgeregten Echotöne
Als Aschentänze des verschwundnen Brandes.

So redet er in Ohren, die entlang des Sehnsuchtsstranges
Ihn dauernd nehmen - wie sie das Gedröhne
Der großen Stille nehmen für die nächste Szene.

   
   
 
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